Start

    Ameisen
    - Camponotus cruentatus
    - Camponotus herculeanus
    - Formica fusca
    - Lasius flavus
    - Lasius niger
    - Messor alexandri
    - Messor barbarus
    - Messor ebeninus
    - Myrmica rubra
    - Plagiolepis sp.
    - Polyrhachis dives
    - Tapinoma cf. israele

    o Ausbruchsschutz
    o Größenvergleich
    o Winterruhe
    Käfer
    Mantiden/Phasmiden

    Futtertiere

    Sonstiges

    Links
    Gästebuch

Formica fusca



Allgemeines über diese Art

Formica fusca oder auch grauschwarze Sklavenameise genannt. Eine Art, die man auch öfters daheim im Garten findet. Die Arbeiterinnen werden zwischen 4 und 7mm groß. Die Königin misst etwa 11mm. Will man selbst eine Königin dieser Art fangen: diese Art schwärmt von Mitte Juni bis Ende August. Wie alle einheimischen Arten braucht auch Formica fusca eine Winterruhe von Oktober bis März. Interessant ist, dass diese Art vollkommen ohne Brut überwintert.

Meine Haltung

Im Sommer 06 habe ich 2 Königinnen eingesammelt. Beide habe ich dann parallel aufgezogen. Ende des ersten Jahres waren es bei der einen um die 7, bei der anderen etwa 12 Arbeiterinnen. Kein allzu großes Wachstum. Die Winterruhe verlief problemlos im Kühlschrank. Im nächsten Jahr ging es dann gut weiter. Während die eine Kolonie es bis Ende des Jahres auf etwa 60 Arbeiterinnen schaffte, waren es bei der anderen mit etwa 120 gut das doppelte.
Gründung
erste Arbeiterinnen
ein Jahr später
am Honig
Die kleinere Kolonie habe ich dann abgegeben. Auch wenn ich der großen Kolonie ein YTong -Nest zur Verfügung gestellt hatte... lange genutzt wurde es nicht. Ein YTong Nest in der Arena? Nicht nur bei dieser Art habe ich damit schlechte Erfahrungen gemacht. Schnell wird der Boden darunter feucht und unter dem Nest wird es gemütlicher als im Nest. So ist es auch hier. Alles untergraben und ordentlich Erdauswurf. Schwer zu sagen, wie groß die Kolonie mittlerweile ist. Zeit für ein anständiges externes YTong Nest.

Ende August war es dann fertig gestellt. Ein 30x20 YTong Nest, welches hoffentlich für lange Zeit reichen soll. Der Umzug ging relativ fix. Nach einer Woche war die komplette Kolonie umgezogen und bewohnt nun die eine Hälfte des YTong Nest.

bewohnte YTong Hälfte

Winterruhe 2008/2009

Anfang Oktober 2008 kam die Kolonie dann auf den Dachboden in Winterruhe. Teilweise waren es dort unter -5°C ... aber ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Seht selbst.
Irgendwann November
-5°C
knapp über Null
es taut
Ende der Winterruhe
Pünktlich am 1. März ging es dann nach 5 Monaten Winterruhe wieder zurück in die warme Stube. Die Ameisen scheinen sich schnell umgestellt zu haben. Viel Aktivität in der Arena und ordentliche Eilege-Aktivität der Königin.
Sommer
Fleißig werden immer weiter Eier gelegt und neue Arbeiterinnen schlüpfen. Die leere Puppenhüllen müssen auch entsorgt werden. Als Müllhalde müssen 2 Kammern des Ytong herhalten.
Eigentlich haben sie ja noch Platz im Nest. Trotzdem kommen sie manchmal auf die Idee ein paar Puppen ausserhalb zu lagern.
Müllkammern
Nest
Puppen
frisch gesclüpft
Sommer geht zur Neige
Dann ging auch der Sommer langsam zur Neige. Hier noch 2 Bilder, die im September 2009 entstanden sind. Wie man sieht, hat sich die Kolonie weiter vergrößert und auch die Puppen wurden mehr und öfters draußen gelagert.
Haufen Puppen
das Nest
Ende Oktober kam die Kolonie dann auch auf den Dachboden zur Winterruhe. Im Sommer 2010, nach etwa 4 Jahren Haltung, wurde die Kolonie dann bei mir in der näheren Umgebung freigelassen. Rückblickend eine sehr schöne Ameisenart, die sehr einfach zu halten ist.
Damit endet dieser Haltungsbericht.