Myrmica rubra
Insgesamt ist es eine sehr weit verbreitete Ameise, die bis hoch nach Finnland und Schweden vorkommt. Dabei sind sie nicht sehr anspruchsvoll an ihre Umwelt und haben es sich sogar in Städten gemütlich gemacht. Besonders häufig kommen sie in Gärten und Wiesen vor, aber auch im Laubwälder fehlen sie nicht. Am liebsten mögen sie allerdings feucht, sehr trockene Gegenden werden dann doch gemieden. Ihre Nester bauen sie in die Erde oder in morsches Holz.
So findet man also eine Kolonie
Entwicklung?!
Alles verlief soweit normal... die Winterruhe wurde im Kühlschrank verbracht. Zu der Zeit waren es etwa 80 Ameisen. Im folgenden Jahr wuchs die Kolonie weiter. Sie hatte einen gehörigen Hunger auf tote Insekten. Schnell verputzten sie alles, was ich ihnen servierte. Honig und anderer Süßkram interessierte sie weniger, ab und an wurde mal vom Honig geschlürft. Einen Ansturm wie auf Insekten konnte ich aber nie beobachten.
Neues Jahr! neues Glück?Die Winterruhe ist vorbei. Trotz vieler Probleme hat die Kolonie gut überlebt. Lustig, wie ausgehungert sie sich auf die erste Mahlzeit stürzen. Das neue Gipsnest ist mitterweile auch fertig. Noch ist der Umzug nicht komplett abgeschlossen. Ein paar Tierchen machen es sich immernoch unter dem YTong gemütlich.
Der Sommer in seiner vollen HärteIrgendwie scheint sich die Kolonie dieses Jahr nicht so besonders gut zu entwickeln. Es ist zwar immer Brut vorhanden, aber es werden bedenklich viele tote Ameisen aus dem Nest getragen. Teilweise ist die Bevölkerungszahl eher rückläufig. Woran es liegt kann ich nicht genau sagen. Ich vermute einfach mal, dass es an den hohen Temperaturen liegt. Dummerweise liegt meine Wohnung direkt unter dem Dach, was dazu führt, dass wir hier oben im Sommer selten Temperaturen unter 25°C haben. Wird es draussen wärmer müssen meine Ameisen hier drinnen auch mit 30°C zurecht kommmen. Während sich meine anderen Kolonien darüber freuen, scheint es für Myrmica rubra doch zu viel zu sein. Mal abwarten, was der Herbst bringt. Wenn das so weiter geht, muss ich die Kolonie wohl abgeben :(Zu allem Überfluß fängt das Gipsnest auch noch an zu schimmeln. Ich habe noch ein kleines YTong Nest zur Verfügung gestellt. Allerdings können sich die Ameisen nicht recht entscheiden und pendeln immer zwischen beides Nestern.
Neues Jahr ... 2009Am Anfang der Winterruhe sind sie dann endgültig in das alte YTong Nest zurückgezogen und haben dort auch die Winterruhe erfolgreich verbracht. Im neuen Jahr starten sie gleich gut durch. Anfang Mai sind dann um die 10 Männchen geschlüpft. Aber auch neue Arbeiterinnen sind am Start. Ein Blick zurück wundert mich etwas. Vergleicht man mal die Nest-Bilder von August letzten Jahres mit den aktuellen so sieht es so aus, als ob die Kolonie kleiner wird. Ist schwer zu beurteilen. So richtig schlau werde ich aus dieser Kolonie nicht.
Schwarmflug?Könnte man meinen. Jedenfalls so etwas in der Art gab es dann Anfang Juli. Begeleitet von vielen Arbeiterinnen brach ein Teil der Männchen auf nach draußen und krabbelten wild an der Außenseite des Nests rum. Versuche wegzufliegen konnte ich nicht beobachten. Dafür machten sich die Männchen verzweifelt über die Arbeiterinnen her und versuchten diese zu begatten. Den Arbeiterinnen war das wohl nicht so recht und teilweise fingen sie dann an die Männchen zu zerlegen. Interessant war, dass auch 2 entflügelte Königinnen draußen unterwegs waren. Ein besonderes Interesse der Männchen an den Königinnen konnte ich aber nicht entdecken. Nehme an, dass es sich bei den beiden eher um unbegattete Königinnen handelt, die nun eine Arbeiterinnen-Rolle übernommen haben. |