|
|
Pachnoda marginataViel brauchen die Käfer nicht zum Leben. Warm genug sollte es sein. Nicht unter 20°C .. am besten so um die 26°C. Aber auch Temperaturen bis 35°C halten sie aus. Genauso wichtig wie die Wärme ist die Helligkeit. Erst dann werden sie aktiv. Sie klettern dann gerne auf höher gelegene Äste um sich ausgiebig in Gruppen zu sonnen. Vom Futter her sind die sehr genügsam. Futtern gerne Obst wie Apfel oder Bananen, nehmen auch Gemüse wie Paprika. Blütenblätter gehören in ihrer Heimat dem Kongo wohl zu ihren Spezialitäten, habe ich in der Haltung aber noch nicht probiert.
An geeignetes Substrat ist auch nicht sonderlich schwierig und vor allem sehr billig. Es reicht einmal in den Wald zu gehen und dort ein Haufen weissfaules Holz und etwas Laub aus der Humusschicht mitzunehmen. Alles gut zerkleinern und mit etwas Torf oder anderer Erde mischen und man hat ein prima Substrat. Da man den Hauptteil des Subtrats der Natur entnimmt, kommt noch ein anderer Faktor hinzu. Man schleppt sich ein Haufen anderer Lebewesen mit ein. Milben und Springschwänze wird man nie wieder los. Asseln, Hundert- und Tausendfüsser sind auch öfters dabei. Im Holz sind andere Käferlarven versteckt und in der Erde tummeln sich Regenwürmer. Ob sie stören? Muss jeder für sich selbst beantworten. Sie schaffen ein eigenes Mikroklima, welches Schimmelpilzen das wachsen erschwert und so für eine sauberers Terrarium sorgen ... anderseits mag es auch manche Leute von der Optik stören, wenn mal eine Assel durch das Bild huscht. Ich für meinen Teil freu mich meistens, wenn eine Herde Springschwänze den Berg runter rollt. Macht das ganze dann doch etwas natürlicher. Ab und an schleppt man sich auch mal ganz seltsame Gäste mit ein. Bei meiner letzten Ladung aus dem Wald habe ich wohl eine Ameisenkolonie mit eingeschleppt. Dabei handelt es sich wohl um eine Temnothorax sp. welche eher klein sind und auch Kolonie von maximal 100 Tieren bilden ... ob eine Königin dabei ist weiss ich nicht, bin jedoch mal gespannt wie es weiter geht. Geschlechtsunterschiede ... zum Abschluss noch ein kleines Bild um die Geschlechtsbestimmung bei Pachnoda marginata zu vereinfachen. Das Männchen hat eine Langsfurche auf dem Hinterleib, welche dem Weibchen fehlt. Dies ist auf dem Bild unten deutlich zu erkennen. Links das Weibchen, rechts das Männchen. ![]()
|