|
|
Blaptica dubia (Argentinische Schabe)
Ich halte meine Schaben in einer Box mit einer Grundfläche von etwa 40x25. Als Boden habe ich etwa 3cm Kompost. Hat den Vorteil, dass dadurch noch etwas Feuchtigkeit gehalten wird und den Nachteil dass sich viele Schaben vergraben und man so manchmal im Boden wühlen muss um ein paar Tierchen rauszuholen. Das ganze wird noch mit einer Rinde und etwas Eierpappe verfeinert, damit die Schaben auch einen schönen Platz zum verstecken haben. Da Schaben weder an Glas noch an Plastik hochklettern können, braucht man sich nicht allzuviele Sorgen zu machen. Lediglich ein Deckel mit guter Belüftung sollte vorhanden sein, da die männlichen Schaben fliegen können, was ich jedoch noch nicht beobachten konnte. Von der Temperatur stellen sie keine allzu großen Ansprüche. Höher als 20°C sollte es sein. Legt man wert auf eine effektive Zucht, so dürfen es auch 28°C-30°C sein. Mehr ist nicht zu empfehlen, da die Schaben sonst in eine Art Wärmestarre fallen. Extra Licht ist nicht nötig, da Schaben es sowieso lieber dunkel mögen.
Man kann sehr viel füttern. Obst, Gemüse, Haferflocken. Gute Erfahrungen habe ich mit Apfel,Karotten und Salatgurken gemacht. Mit dem Kompost als Boden, sollten sie auch dort ein paar Leckerbissen finden. In der Natur sind sie auch Restverwerter. Man sollte aufpassen dass man nicht zuviel füttert, da dieses sonst schnell schimmelt. Am besten alle 2-3 Tage neues Frischfutter und das alte rausnehmen. Während ich anfangs noch wert drauf gelegt habe, was ich verfüttere, sind es mittlerweile nurnoch Reste, die in der Küche anfallen. Die Schaben sind da nicht wählerisch. Neben altem Obst und Gemüse jeder Art gibt es dann auch Nudeln oder Reis. Was eben so vom Mittagessen übrig bleibt. Selbst Reste vom Kartoffelschälen habe ich mal getestet und wurden dankend angenommen.
Bei ausgewachsenen Tieren ist das Geschlecht sehr einfach zu erkennen. Während die Männchen lange Flügel haben, sind die Weibchen ein bisschen dicker und haben nur kleine Stummelflügel.
Zucht Das Interessante bei diesen Tieren ist, dass sie lebendgebährend sind. Nach der Befruchtung reift im Körper des Weibchens die Oothek (also die Eier) heran, bis dann die Kleinen schlüpfen und aus der Mutter krabbeln. Generell ist die Zucht recht einfach. Bei einem Wurf kommen etwa 15-30 Jungtiere zur Welt, die ähnlich wie Kellerasseln aussehen. Kurz nach der "Geburt" sind sie noch ganz weiß, färben sich mit der Zeit aber dann grau. Je nach Temperatur werden daraus nach 3 bis 6 Monaten adulte Tiere, welche insgesamt 1 bis 1 1/2 Jahre leben können. Ein weiterer Vorteil dieser Tiere ist, dass sie (falls sie doch einmal frei kommen sollten) zwar in der Wohnung überleben können, sich jedoch nicht fortpflanzen. Somit sind sie für die Futtertierzucht recht praktisch, da sie auch kein Gezirpe oder ähnlichen Lärm veranstalten. Aber wer will schon so niedliche Tierchen verfüttern?
|