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Phyllocrania paradoxa

Phyllocrania paradoxa oder im Deutschen auch Geistermantis genannt. Ursprünglich kommt diese Art aus Ostafrika, südlich der Sahara, aber aber auch auf Madagaskar. Dort lebt sie auf Sträuchern und Büschen. Hauptsächlich in trockenen Gebieten, was man auch gut an ihrem Aussehen erkennen kann. Sie versucht ein vertrocknetes Blatt nachzuahmen um so möglichst gut getarnt in vertrocknetem Laub zu verharren und auf Beute zu warten. Männchen und Weibchen werden jeweils bis zu 5cm gross.
Häutung von L3 auf L4
L4 Nymphe
Nochmal L4
Die Haltung dieser Art ist relativ einfach. Die Luftfeuchtigkeit sollte 50-60% betragen und die Temperatur zwischen 20°C-28°C liegen. Im Gegensatz zu vielen anderen Gottesanbeterinnen, ist diese Art sehr friedlich, so dass sich selbst noch erwachsene Tiere unterschiedlichen Geschlechts zusammen in einem Terrarium halten lassen. Wie gross das Terrarium sein muss, hängt von der Anzahl der Tiere ab. In einem 40x30x30 Terrarium sollte man locker 5 Tiere halten können. Bei der Einrichtung ist man sehr veriabel. Natürlich sollten ordentlich viele Äster vorhanden sein, damit die kleinen schön rumklettern können. Beim Bodengrund kann man sich nach belieben austoben. Ich habe mich für einfachen beigen Sand entschieden. Sehr gut kommt es, wenn Man viele kleine Äste mit vertrocknetem Laub nimmt. Dort sind die Tierchen perfekt getarnt, was zum einem wirklich toll aussieht, falls man sie entdeckt ... zum anderen... naja, man muss sie erstmal entdecken. Manchmal kann es schon eine Zeit dauern und an den Nerven zerren, wenn man ewig sucht und seine Lieblinge dann schon für verschwunden erklärt.

Futter für die Phyllocranias zu finden ist auch nicht weiter schwer. Sofort nach dem Schlupf sollte man sie mit Drosophilas füttern, welche sie auch noch für sehr lange Zeit dankbar annehmen. Später jagen sie auch gerne Fliegen und Motten. Generell sind sie auf Fluginsekten spezialisiert, trotzdem sind Heimchen und Grillen in der richtigen Grösse immer gern gesehen.

L5
und nochmal L5
L6 beim Futtern einer Motte
Entwicklung? Bis die Tiere ausgewachsen sind, brauchen sie etwa 5-6 Monate, je nach Temperatur und Futterangebot. Etwa alle 2-3 Wochen wird gehäutet, was bei den Männchen 6 mal vorkommt, bei den Weibchen 7 mal. Das Aufwachsen ist wirklich interessant zu beobachten. Frisch geschlüpft sehen sie aus wie kleine Ameisen, etwa 6mm gross. Nach der ersten Häutung nehmen sie aber schon ihr typisches Aussehen an ... nur eben in klein. Die Geschlechter lassen sich anhand der Krone schon recht früh unterscheiden. Beim Männchen ist sie eher geschwungen, beim Weibchen breiter und eher gerade. Ab der vorletzen Häutung sieht man es dann deutlicher, da das Männchen längere Flügel und dickere Antennen hat ... insgesamt gibt es eine eher grazilere Gestalt ab.
L7 Weibchen futtert Fliege
Geschlechtsunterschiede in L7
Das Alien mit den Bernsteinaugen
Das Alien im Detail
ausgewachsenes Weibchen
Weibchen von hinten
Weibchen
Männchen